Gewerkschaftsblog...

Dies ist ein gewerkschaftlicher Informationsblog für Beschäftigte der zur XXXLutz gehörenden Standorte.



Wir freuen uns auf die Beiträge der Kolleginnen und Kollegen.



Gewerkschaft ver.di

Donnerstag, 9. August 2012

Keine Überstunden ohne Bezahlung und halber Lohn für ganze Arbeit


In vielen Verträgen von XXXLutz steht,
dass mit dem Gehalt alle Überstunden abgegolten sind.


Solch eine Regelung verstößt ganz klar gegen geltendes Recht:

Das Bundesarbeitsgericht hat (Urteil vom 01.09.2010)  die Rechtsprechung mehrerer Landesarbeitsgerichte bestätigt, wonach solche Klauseln unwirksam sind.


Auch ist nicht zulässig, dass Überstunden pauschal in Freizeit ausgeglichen werden.
Wenn im Vertrag oder einer Betriebsvereinbarung nichts anderes geregelt ist, dann muss jede Mehrarbeitsstunde auch bezahlt werden.

Noch ein "Witz" zum Schluss:

In Arbeitsverträgen steht :
"Wird aufgrund einer fehlerhaften Inventur eine zusätzliche Inventur notwendig, so wird diese Zeit  nur mit dem Faktor 0,5 abgegolten."

Also ganze Arbeit, halber Lohn!
Dies ist natrülich auch rechtswidrig.
Auch entfallen damit für Staat und Sozialversicherung die Steuern und Beiträge. 

Auf Nachfrage von ver.di antwortete die XXXL-Juristin aus Würzburg:
"Von der Regelung (...) wurde kein Gebrauch gemacht."

Liebe XXXL-Geschäftführung:
Danke, dass Sie von rechtswridrigen Vereinbarungen keinen Gebrauch macht.
Aber:
Warum schreibt Sie dann solche Klauseln in die Verträge überhaupt rein?

Die Gewerkschaft ver.di fordert, dass XXXLutz endlich alle Arbeitsverträge rechtlich überarbeitet. Dies muss eine Selbstverständlichkeit sein!

Kommentare:

  1. HALLO.., das ist ja wohl ein Witz. In dem Artikel ist eigentlich schon alles gesagt, es ist ja wirklich toll das von solchen Vereinbarungen "kein Gebrauch" gemacht wird.

    In meinem Vertrag steht auch, das es für Kaufverträge die eine bestimmte DB-Punktzahl unterschreiten, keine Provision gibt. Woher soll der normale Verkäufer denn wissen wie die Ware kalkuliert ist!!!??? Selbst wenn ich es wüsste, was wäre die Konsequenz? Oh lieber Kunde, die Werbeware kann ich Ihnen leider nicht verkaufen, denn daran verdiene ich nichts. Gehen Sie doch zu einem Kollegen (wenn Sie einene finden), vielleicht verkauft er Ihnen ja die Ware.

    Ich frage mich, was soll das?

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    1. Das Personal in der Auslieferung ist so ausgedünnt, dass Ware wochenlang im Lager liegt.
      Storniert der Kunde vor Wut, bin ich der Dumme: mir wird die Provision gestrichen.
      Danke Dr. Seifert

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    2. Hallo Anonym,

      es ist richtig dass das Personal am Standort Anzing ausgedünnt ist aber man sollte sich die Frage stellen warum?
      Es gibt ein paar Fakten:
      1. der Standort ist schlecht mit den öffentlichen zu erreichen, somit schlecht fürs Personal
      2. der Standortleiter! Allein dessen Umgang mit den Mitarbeitern ist schon eine reine Frechheit und sollte bestraft werden, Mitarbeiter sind keine Sklaven!
      (Kaum ist die Ver.di mal Vorort gibts Pizza für alle, wieder eine seiner Lachnummern!
      3. der Transportleiter! weiss er denn was er tun soll? NEIN, er hat keine Ahnung davon! warum sind so viele gute Monteure weg? Man will Sie garnicht halten obwohl man Sie braucht, wer gehen will kann gehen...
      4. Der Kundendienst! schlecht, schlechter am schlechtesten, schaut euch die Zahlen an vor einem Jahr und Heute.... (Azubis sollte man richtig ausbilden)
      5. das Lager, nach dem letzten Vorfall vom 01.08. (was da aufgedeckt wurde ist Wahnsinn)Warum werden keine neuen fähige Leute eingestellt? bzw. die die noch da sind gehalten? Meines Erachtens gibt es dort nur 2-3 Personen die was LEISTEN und WISSEN was Sie tun müssen.

      Dieser Missstand ist nur Aufgrund einer Fehlerhaften PKZ Berechnung entstanden!

      Liebe Geschäftsführung, es handelt sich HIER um ein SERVICECENTER und kein SPARCENTER, hier wird entschieden ob ein Kunde wieder kommt oder nicht, wenn die PKZ so weiterberechnet wird dann können wir bald alle Häuser zusperren denn dann gibt es keinen Kunden mehr....

      Redet doch mal mit allen Mitarbeitern, jedoch sollte dies durch die Personalentwicklung stattfinden, denn ein Herr Germann etc. sind dafür definitv nicht geeignet, Sie werden dann erkennen welche Missstände hier Herschen.

      Ein schönes Wochenende

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    3. Ich glaube, niemanden interessieren die Missstände. Da kann man mit der Wand reden, hat den gleichen Effekt. Bei Lutz ist es nicht wichtig was du kannst, sondern nur wen du kennst! Wenn du deine Meinung frei äußerst bist du ganz schnell weg vom Fenster. Hintenrum lästern und Mobbing, das können die am besten

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