Gewerkschaftsblog...

Dies ist ein gewerkschaftlicher Informationsblog für Beschäftigte der zur XXXLutz gehörenden Standorte.



Wir freuen uns auf die Beiträge der Kolleginnen und Kollegen.



Gewerkschaft ver.di

Donnerstag, 19. Juli 2012

Arbeitsverträge von Provisionsverkäufern

Wir hatten nun die Gelegenheit uns die unterschiedlichsten Provisionsverträge anzuschauen.
Eine Feststellung vorab: Für alle neueren Verträge werden Bausteine benutzt.
"Witzig" dabei ist, dass die Ersteller schon mal die Bausteine durcheinanderbringen.


Nun einige  Infos...


Die Berechnung von Fixum und Garantiegehalt ist interpretierbar.
Hier schafft die Aussage von Herrn Götz Klarheit, dass nach einer kurzen Einarbeitungszeit das Fixum 2.300 Euro beträgt.


In den Verträgen findet sich ein Zusatz, dass mit dem Gehalt alle Überstunden abgegolten sind.
Solch eine pauschale Regelung ist rechtswidrig!


Auch die pauschale Abgeltung von Sonntagsarbeit ist nicht haltbar.
Arbeitsstunden müssen auch eins zu eins entlohnt werden.


Unglaublich ist, dass eine Inventur, die wiederholt wird, nur zu 50% vergütet wird. Dabei ist nicht klar, was eine schlechte Inventur ausmacht.
Unabhängig davon, gilt auch hier der Grundsatz, dass Arbeitszeit eins zu eins vergütet werden muss.


Die Arbeitsverträge enthalten keine klare Gehaltsregelungen.
Formulierungen, die bei der Pensionsregelung auf abteilungsübliche Sätze verweisen, sind zu unkonkret und auch rechtswidrig. Durch einen Arbeitsvertrag muss sich das Gehalt klar ergeben.


In den Verträgen werden nicht durch den Verkäufer zu verantworteten Risiken auf den Verkäufer abgewälzt. Dabei legt XXXLutz fest, was für XXXLutz nicht zumutbar ist. Auch wird das Risiko von Insolvenzen des Lieferanten und des Kunden auf den Verkäufer abgewälzt.
Solche Regelungen sind nicht zulässig.


Die Gewerkschaft ver.di ist dabei, die Arbeitsverträge mit denen anderer Möbelhändler zu vergleichen.
Die ersten Erkenntnisse überraschen nicht und werden bald veröffentlicht.

Ein erstes positives Ergebnis der gewerkschaftlichen Aktivitäten zu den Arbeitsverträgen gibt es:
In den Möbelhäusern wurde die Anweisung erteilt,
dass es nicht zulässig ist, zu arbeiten, ohne dass die Zeit durch einstempeln erfasst wird.

Wir gehen auch davon aus, das  die rechtswidrigen Klauseln bald verändert werden.



Kommentare:

  1. Habt Dank fuer die Infos.
    Etwas fehlt aber noch:
    Ihr schreibt nichts zum Thema PKU.
    Der Druck durch die PKU Gespraeche für die Provisionsverkaeufer ist total heftig.

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  2. Ich bin aus Nürnberg, wir haben keine Betriebsrat und auch nicht ver.di im Haus. Ich habe von dem Blog durch einen Kollegen aus Würzburg erfahren. Wer kümmerst sich um uns? Der Druck ist so massiv, besonders die Gespräche zu PKU. Ich fände es auch gut, wenn hier im Blog mehr arbeitsrechtliche Informationen reinkommen. Also praktisches für uns. Da hat mir die Info über die Verträge sehr geholfen. Wie kann ich den Vertrag ändern lassen? Lutz muss doch reagieren und diese miesen Formulierungen korrigieren.

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    1. Ich bin vom Emslander, wir haben zwar einen Betriebsrat, glaube aber nicht dass es bei uns besser als in Nürnberg ist. Von unserem Betriebsrat habe ioh nichts über den Blog gehört. Aus Fatting habe ich hiervon gehört.

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  3. in anzing brauchen wir auch unterstuetzung. wir hatten schon überlegt einen br zu waehlen. dann tauchte herr müller auf. nun ist die angst noch groesser.

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    1. In Anzing gibt es doch einen Standortleiter, kann er dies nicht selber klären?
      Wobei wir wissen ja alle, dass seit dem ER da ist, hat sich sehr viel, wenn nicht sogar alles massiv verschlechtert!
      Daher laufen euch auch alle Monteure, Sachbearbeiter, Disponenten und um nicht zu vergessen die Lageristen weg!

      Meiner Meinung nach muss ER dringend weg und ein Gesprächsbereiter und Handelnder Standortleiter her!

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    2. Ich war im Lager Anzing und bin froh einen neuen Job zu haben. Mein jetziger Betreib hat einen Betriebsrat. Mein Rat an Anzing: wählt auch einen!!!
      Schlimmer als der Standortleiter in Anzing ist Müller. Mit ihm in diesem Gremium hat man den Bock zum Gärtner gemacht.

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    3. Mal ehrlich, in Anzing ist es doch so, dass der GL aus Nürnberg ist und vorher im Lager war und nun das sagen hat, aber schlimmer ist, das in der Tourenplanung sein Affe sitzt, der von nichts eine Ahnung hat, der kann weder einen Termin eintragen noch mit Leuten umgehen. Ich denke das ist das Motto von XXXLutz, dass man die Leute an die Macht lässt die nichts können, dass sieht mal leider auch im Aufmassbüro, da sitzt ein AL drin, der jeden Tag rumstolziert, als sei er der König, eines muss man im lassen, er kennt sich wirklich aus mit den Programmen, auch weiss er von Küchen fast alles, da ja nur er auf die ganzen Schulungen geht anstatt seine Mitarbeiter, aber grundsätzlich steckt sein Kopft soweit im Nürnberger Arsch drin, wo er und der TPL sich die ganzen Geschichten erzählen.

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  4. Herr Götz redet einen Schmarrn das wir ein Fixum von 2300,00 Euro bekommen. Für ein Fixum in dieser Höhe müßte ich einiges an Provision schreiben - PKU!
    Herr Götz kennt die Zahlen nicht. Es wird Zeit das unsere Verträge geändert werden. Gut das Thema anzupacken. Danke Verdi!

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    1. 80% von uns bekommen laut Götz ja auch ein übertarifliches Gehalt.

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  5. also ich schaue mich um und habe auch rund um würzburg schon echte alternativen gefunden. da sind einige kleinere händler die gut drauf sind und man noch menschlich miteinander umgeht. bewerbt euch doch einfach mal, die sind doch froh wenn sie gute leute bekommen!!

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  6. Warum wird immer nur vom Verkauf gesprochen!!!!!!
    Wie wäre es mal mit Verwaltung und Lager die haben teilweise noch schlechter

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    1. ...na dann erzähl doch die Probleme die es an deinem Standort gibt, dafür ist diese Seite doch da!

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  7. Hallo zusammen
    Ich bin bei einem Möbelhaus in NRW nicht von XXL sondern Möbel Heinrich.
    Ich kann nur sagen das mann bei uns bei der Einstellung darauf hingewiesen wurde Gewerkschaftler werden nie alt und das mann so viel Geld verdienen könne.
    Ich muß Sagen das es nur wenige schaffen.
    wir sind mit gut 28 Verkäufern auf 8000 qm = 1 kunde 3 Verkäufer.
    und müssen um überleben zu können im schnitt 6-8 tausend am tag schreiben plus die Stornos die kommen.
    Dazu der Papier Krieg täglich mindestens zur normalen Arbeitszeit 1,5 - 2 Std. ohne Bezahlung Somit kommen wir
    auf rund 60 Std. die woche also 240 std. im Monat und das bei ca. 1800 Brutto.
    Das ist Möbel Heinrich

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  8. Wie schön das ich endlich meine Ruhe hab ...
    2 Jahre beim Lutz und plötzlich wird das eingespielte Team auseinander gerissen.
    Ein klein wenig vermisse ich die alte Zeit :/

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  9. Die Umstände von XXL und Möbel Heinrich hören sich ja echt grausam an.
    Explizit bei dem was bei Möbel Heinrich von dannen geht, sollte man stoppen. Ich glaube, man sollte dazu mal den Arbeitgeber kontaktieren und ihm ordentlich Druck machen.
    Immerhin wirkt sich das doch auch nicht gut für das Geschäft aus, wenn die Arbeitsmoral der Verkäufer durch so einen schlechten Arbeitsvertrag so gering ist.

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  10. Alles scheisse. Vor allem der Lesveque

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  11. Habe alle Artikel zum Thema XXXlutz mit großem Interesse gelesen, da ich selbst dort angestellt bin.Doch liebe Ver.di....Bis heute hat sich dort nichts geändert! Die Verträge und die allgemeinen Bedingungen sind genau so mies wie vorher! Da frag ich mich, wo bleibt denn eure Unterstützung? Sie wissen genau das die Mitarbeiter Mundtot gemacht werden und nicht mal einen Gedanken daran verschwenden dürfen überhaupt nur auf die Idee zu kommen einen Betriebsrat gründen zu wollen! Standort München.... Bisher fühlen wir uns von der Ver.di ganz schön im Stich gelassen! Werden die Missstände überhaupt noch verfolgt? Oder konnte sich der Lutz auch bei euch frei Kaufen und aus der Verantwortung ziehen? Werden Sie reagieren??

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  12. Bei zurbrueggen ist Lutz auch 50% beteiligt. Und mit jedem Tag haben die mehr zu sagen. Wir haben keine Qualität und keinen Service mehr, der immer wichtig und das Aushängeschild für Z war. Nun nur noch billige Discounterware und Importware. Personal wird nach und na h gekündigt, das schon sehr lange dort arbeitet. Vollzeit wird auf Teilzeit umgestellt. Teilzeitraefte müssen jeden Samstag kommen, obwohl andere Verträge. Es lutzt los. Pku kommt auch, alles von Lutz vorgegeben. So geht ein tolles Familienunternehmen den Bach runter.

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